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Diaetologen Kongress wurde heute eröffnet 24. Ernährungskongress der Diaetologen Österreichs: Diaetologen fordern Chancengleichheit für alle Patienten! (Wien/15.3.2007) Heute, Donnerstag, startete um 9 Uhr der 24. Ernährungskongress der Diaetologen Österreichs im Wiener Hotel Marriott. Er wurde in Vertretung der erkrankten Gesundheitsministerin Dr. Andrea Kdolsky von Sektionsleiter hon. Prof. Dr. Rudolf Schlögl und der Vorsitzenden des Verbandes der Diaetologen Österreichs, Andrea Hofbauer, eröffnet. Der Kongress – der größte Ernährungskongress Österreichs - widmet sich thematisch dem Metabolischen Syndrom, zu welchem die „Volksseuchen“ Adipositas und Diabetes zählen. Diese Leiden stellen Österreich genauso wie alle anderen zivilisierten Staaten in den Bereichen der Gesundheitsversorgung, der Gesundheitspolitik und der Volkswirtschaft vor enorme Herausforderungen, was ihre gesundheitliche, aber auch finanzielle Bewältigung betrifft. Durchschnittlich 6 % der gesamten Gesundheitsausgaben fließen im europäischen Schnitt jährlich allein in die Therapie von krankhaftem Übergewicht. Für Österreich bedeutet dies eine Summe von etwa 1,1 Milliarden Euro pro Jahr, die durch geeignete Maßnahmen auf gesellschaftlicher genauso wie politischer Ebene eingedämmt werden müssen. Genauso eingedämmt würde dabei natürlich auch der Leidensdruck der Betroffenen werden. Diaetologen können erwiesenermaßen im Konzert der Leistungserbringer im Gesundheitswesen einen dahingehenden wichtigen Beitrag erbringen. Nur: Viele ÖsterreicherInnen haben keinen abgesicherten und damit oft nicht leistbaren Zugang zu diaetologischen Leistungen! Bei der Eröffnung des Kongresses unterstrich Andrea Hofbauer, die Vorsitzende des Verbandes der Diaetologen Österreichs, die wichtige Rolle der Diaetologen gerade bei der Behandlung von PatientInnen mit Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas und Diabetes, da die Ernährungstherapie bei ihnen neben Bewegung und Arzneimitteln die gleichberechtigte dritte Säule darstellt. Diaetologen, so Hofbauer, haben in der Vergangenheit eine eminent wichtige Vorreiter-Rolle gerade in der Versorgung von Diabetes-PatientInnen gespielt: schon vor über 20 Jahren waren sie es, die die heute gängigen und nicht mehr wegzudenkenden Diabetikerschulungen mitbegründet haben. Hofbauer: „2-Klassen-Medizin bei Ernährungstherapie muss weg!“ Hofbauer formulierte seitens des Verbandes der Diaetologen Österreichs 5 Anliegen an die neue Gesundheitsministerin Dr. Andrea Kdolsky, die vom Gesetz her „oberste Chefin der Diaetologen“ ist: • Expertenwissen von Diaetologen nützen. Diaetologen müssen als Selbstverständlichkeit in alle Aktivitäten, die Ernährungsmedizin und Ernährungstherapie betreffen, einbezogen werden, so auch im Rahmen des Disease Management. • Diaetologische Leistungen als medizinische Leistungen anerkennen. Die Leistungen der Diaetologen in Krankenhäusern müssen als medizinische Leistungen anerkannt und damit verrechenbar gemacht werden, da derzeit eine Ungleichstellung mit anderen Leistungserbringern vorliegt. In diesem Zusammenhang muss ein mit den Krankenkassen akkordiertes und leistungsbezogenes Abrechnungssystem etabliert werden. • Ernährungstherapie auf Krankenschein zulassen. Im niedergelassenen Bereich muss eine rechtliche Gleichstellung der Diaetologen mit z.B. Ergo- oder Physiotherapeuten hergestellt, also Kassenverträge ermöglicht werden. Derzeit entspricht die Situation einer idealtypischen „Zwei-Klassen-Medizin“. Nur die, die die Behandlung selbst finanzieren können, kommen in deren Genuss. Schlechterverdiener, sozial Schwache und Familien mit Kindern werden dabei ins Abseits gedrängt. Da Leiden wie Übergewicht und daraus resultierende Krankheiten jedoch zu einem hohen Maß sozioökonomisch Schwächere betreffen, kann nur eine „Ernährungstherapie auf Krankenschein“ für die Betroffenen, die Gesundheitspolitik und die Volkswirtschaft die gewünschten angestrebten gesundheitlichen und ökonomischen Erfolge bringen. • Studienplätze dringend ausbauen. Die Anzahl der Studienplätze für angehende Diaetologen an den Fachhochschulen muss dringend, um dem Bedarf zu entsprechen, angehoben werden, vor allem, um den extramuralen Bereich in Zukunft abdecken zu können. • Politisches „Standing“ der Diaetologen verbessern. Der Stellenwert der Diaetologen im politischen System muss ihren tatsächlichen Leistungen und deren Wert für die Patienten und das Gesundheitssystem entsprechend angehoben werden. Gesundheitsministerium will Diaetologen unterstützen Sektionschef Schlögl betonte in seiner Eröffnungsrede die Wichtigkeit der Ernährung zur Gesundheitsvorsorge und –erhaltung, da sie nicht nur menschliches Leid verhindern, sondern auch Gesundheitsausgaben z.B. für Krankenhausaufenthalte oder Arzneimittel minimieren helfen könnte. „Gerade Diaetologen spielen bei der Ernährungstherapie eine maßgebliche Rolle, da sie es sind, die Patienten durch eine fundierte Anleitung zur Ernährungsumstellung auch zu einer Veränderung des individuellen Lebensstils und damit zur Selbstverantwortung zu führen“. Der Sektionsleiter überbrachte neben den besten Wünschen für den Verlauf des Kongresses auch die Botschaft von Bundesministerin Kdolsky, dass diese „stets bemüht sein wird, im Rahmen der Möglichkeiten des Ministeriums alle von den Diaetologen ausgehenden Bemühungen zu unterstützen“. +++ Fachliche Rückfragen: Andrea Hofbauer 1. Vorsitzende, Verband der Diaetologen Österreichs Tel. +43 664 13 28 930 @: vorsitzende@diaetologen.at Website: www.diaetologen.at Postanschrift: Verband der Diaetologen Österreichs Grüngasse 9/Top 20 1050 Wien Allgemeine Medienanfragen: Ruth Mayrhofer pr & mehr. Tel. +43 664 264 36 31 @: ruth.mayrhofer@apanet.at Aktuelles Bildmaterial zum 24.Ernährungskongress der Diaetologen Österreichs kann für die Presse honorarfrei zum Abdruck bezogen werden bei: Bernhard Noll, mail: BERNHARD.NOLL@INODE.AT, Tel. +43-676-54 99 184.
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