Ausbildung

Die Ausbildung von DiaetologInnen

DiaetologInnen sind (im Unterschied zu vielen anderen Berufen im Bereich der Ernährung) ein gesetzlich anerkannter Gesundheitsberuf und gehören zur Gruppe der Gehobenen medizinisch-technischen Dienste Österreichs (MTD). Berufsbild, Ausbildung und Tätigkeit sind im sogenannten MTD-Gesetz (BGBl. Nr. 460/1992) geregelt.

Gesetzliche Grundlage
Der Gesundheitsberuf Diaetologin / Diaetologe ist im sogenannten MTD-Gesetz (Gesetz über die Regelung der gehobenen medizinisch-technischen Dienste) geregelt. Dieses Gesetz regelt sowohl die Ausbildung als auch die beruflichen Tätigkeiten/Kompetenzen von Diaetologinnen und Diaetologen.

Akademische Ausbildung
Die Ausbildung zur Diaetologin/zum Diaetologen findet lt. Gesetz auf der Fachhochschule für Diaetologie statt.

Mit der Novellierung des MTD-Gesetzes 2005 wurde eine Anhebung der Ausbildung von Akademien auf Fachhochschulen gesetzlich beschlossen und somit eine akademische Laufbahn ermöglicht. Die Ausbildung wurde im Rahmen der Bologna Deklaration dem europäischen Bildungsstandard des tertiären Bildungssystems angepasst. Die Möglichkeit ein Masterstudium zu absolvieren und weiterführend auch Doktoratsstudien sind nun durchaus gegeben.

Das Studium Diaetologie dauert insgesamt 6 Semester und die AbsolventInnen schließen mit dem akademischen Grad „Bachelor of Science in Health Studies“ ab. Mit erfolgreichem Abschluss wird die Berufsberechtigung sowie die Berufsbezeichnung „Diaetologin“ / „Diaetologe“ verliehen.
Die Berufsbezeichnung darf nur getragen werden, wenn ein erfolgreicher Abschluss des Studiums gegeben ist. Sowohl Berufsbezeichnung als auch die damit verbundenen Tätigkeiten sind gesetzlich vorbehalten.

Studieninhalte
In der Ausbildung sollen fachlich-methodische Kompetenzen, Sozial- und Selbstkompetenzen sowie wissenschaftliche Kompetenzen erworben werden. Besonderer Wert wird hierbei auf die Kombination von Theorie und Praxis gelegt.
Der praktische Teil umfasst die Anwendung des theoretisch-erlernten in Lehrveranstaltungen sowie Praktika, welche überwiegend in Krankenanstalten absolviert werden. Die praktische Ausbildung an den Praktikumsstellen umfasst dabei zumindest 25 % der Gesamtworkload.
Theoretische Schwerpunkte sind unter anderem Grundlagen in Medizin und Naturwissenschaften, Diätetik, Ernährungs- und Verpflegungsmanagement, Kommunikation und wissenschaftliches Arbeiten.

Informationen über die Studienpläne erhalten sie bei den jeweiligen Ausbildungsinstitutionen.

In Österreich gibt es 5 Fachhochschulen für Diaetologie und zwar in

Wien

Bad Gleichenberg
Innsbruck
St.Pölten
Linz

An der FH St.Pölten wird außerdem ein Lehrgang für AbsolventInnen des Universitätsstudiums Ernährungswissenschaften angeboten.

ErnährungswissenschafterInnen müssen einen Ergänzungslehrgang mit insgesamt 60 ECTs absolvieren. Diese 60 ECTs setzten sich aus praktischen (45 ECTS) und theoretischen (15 ECTS) Inhalten zusammen. Wie in der Ausbildungs-Verordnung auch definiert, müssen von den Studierenden insgesamt 10 Diaetologische Prozesse erarbeitet werden. Nach erfolgreicher Absolvierung dieses Ergänzungs-Lehrganges für Angewandte Ernährungstherapie werden die AbsolventInnen in den regulären Bachelor-Studiengang Diaetologie aufgenommen und erhalten nach erfolgreicher Ablegung der Bachelorprüfung die Berufsberechtigung/-bezeichnung DiaetologIn.

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