Wie Ernährung hilft

Die richtige Diät ist bei zu hohen Harnsäurewerten das Um und Auf der Behandlung. Die Ernährung soll abwechslungsreich und vollwertig sein. Sie soll aber auch gut schmecken.

Reduzieren von tierischen Lebensmittel  
Harnsäure ist ein Stoffwechsel-Endprodukt, das beim Abbau von sogenannten Purinen in der Nahrung entsteht. Purine sind Eiweiß-Bestandteile, die im Körper zu Harnsäure abgebaut und über den Urin ausgeschieden werden. Tierische Nahrungsmittel wie Fleisch, Wurst, Milch, Käse und Fisch sind purinreicher als pflanzliche Lebensmittel. Daher sollte der Verzehr von tierischen Lebensmittel eingeschränkt werden. Bei erhöhten Harnsäurewerten sollte die tägliche Purinzufuhr auf 500 Milligramm gesenkt werden. Um diesen Wert einzuhalten, ist der Fleisch- und Wurstverzehr auf dreimal wöchentlich zu reduzieren. Einmal täglich Fleisch, Wurst oder Fisch ist das absolute Maximum. Fisch sollte ein- bis zweimal pro Woche genossen werden.

Fettarme Speisen
Nahrungsfett hemmt die Harnsäureausscheidung und trägt daher dazu bei, die Harnsäure im Blut zu erhöhen. Achten Sie daher auf eine fettarme Zubereitung der Speisen und verzichten Sie auf ‚Fettbomben‘ wie Paniertes, Frittiertes und fette Cremespeisen.

Bevorzugen Sie Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und magere Milchprodukte.

Kein Alkohol
Auch Alkohol hemmt die Harnsäureausscheidung und stimuliert die körpereigene Harnsäureproduktion. Trinken Sie bei erhöhten Hanrsäurewerten daher keinen Alkohol.

Reichlich Trinken
Durch erhöhte Harnsäurespiegel können sich Nierensteine bilden. Beugen Sie vor, in dem Sie täglich mindestens 2 Liter Wasser oder zuckerfreien Tee trinken. Geeignete Durstlöscher finden Sie auch unter „Tipps für die Praxis“

Achten Sie auf Ihr Gewicht
Streben Sie Normalgewicht an bzw. halten Sie es. Nehmen Sie maximal 0,5 kg pro Woche ab. Eine schnellere Gewichtsreduktion kann Ihre Harnsäurewerte kurzfristig erhöhen und akute Gichtanfälle auslösen.

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